… so schnell vergeht die Zeit. Es ist doch noch gar nicht so lange her, dass wir unsere Saaten in den Boden gebracht haben. Die erste Hitzewelle, die bis vor wenigen Tagen anhielt und uns wohl allen tüchtig zu schaffen gemacht hat, war nicht wirklich gut für unser Getreide. Die Felder sehen zwar schön gelb aus, aber es ist wohl mehr Notreife, was heißt, dass die Pflanzen sicherlich zum Teil auf „Notstrombetrieb“ umgeschaltet haben, um überhaupt überleben zu können. Die Pflanze stellt bei derartigem Hitzestress ihre Stärke- bzw. Nährstoffzufuhr oft aprupt ein, um wenigsten ihr Überleben zu sichern. Das hat natürlich Folgen für Größe und Qualität der Körner… Im Extremfall spricht man dann von sogenanntem „Schmachtkorn“. Ernte- und Qualitätseinbußen sind dann meist zu verzeichnen. Inwieweit unsere Getreidesaaten durch diese erste Hitzewelle Schaden genommen haben, wagen wir noch nicht zu beurteilen und werden es erst richtig einschätzen können, wenn ein Großteil der Flächen eingefahren ist.
Am vergangenen Samstag, 04.07.2026 war der erste Versuch, also Erntestart, um die Gerste von den Feldern zu bekommen. Nach ca. 30 ha wieder Ende… das Wetter schlug um und wir hatten, wie ihr alle wisst, erstmal mit wesentlich geringeren Temperaturen zu tun und Regen kam hinzu. Also: Warten… Heute nun ist es wieder soweit: KLAUS, das zur Zeit noch über Großbritannien liegende Hoch, beschert uns nicht nur heute, sondern auch über das Wochenende und wahrscheinlich darüber hinaus viel Sonne, wenig Wolken, keinen Niederschlag und Temperaturen von über 30 °’C.
Und bei solchen Voraussetzungen hält es „Freddy“ und „Bruno“, unsere beiden Mähdrescher, nicht mehr in ihren Garagen. Hoffen wir also, dass der Wetterdienst das halten kann, was er für die nächsten Tage versprochen hat, dann ist zumindest erst einmal die Gerste unter Dach und Fach, ob wir gleich weiter in den Raps können, steht noch in den Sternen, das dauert sicher noch ein paar Tage. Wir werden genau beobachten und kontrollieren, um jede Stunde passenden Wetters ordentlich nutzen zu können.
Also, macht es wie die Störche…: „Günter“ und „Sybille“ waren schon zu Gast bei uns auf dem Feld und haben uns zugeschaut, ihr könnt das auch, wir freuen uns über Besuch, über Interesse an dem, was wir tun und zeigen euch gern unsere Welt, in der wir heute für das Essen von morgen sorgen… Bleibt neugierig und genießt sie, die schönen Seiten von Sommer, Sonne, Heimat und Natur, tschüs bis zum nächsten Beitrag!!!